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Einführung

Die Schallausbreitung im Freien hängt von vielen Faktoren ab. Das Zusammenspiel zwischen atmosphärischen Bedingungen und der Witterung, die Brechung des Schalls in der Atmosphäre und die Reflexionseigenschaften des Erdboden bestimmen, ist äußerst komplex. Die Vorausberechnungen der Schallausbreitung ist deshalb stets eine große Herausforderung. Selbst wenn man eine grundsätzlich einfache Umgebung wählt wie im folgenden Beispiel, nämliches flaches ebenes Gelände mit äußerlich homogener Bodeneigenschaften, stellt man massive Pegelschwankungen fest, die mit den üblichen Kriterien mitwind - gegenwind nicht zu erklären sind.

Messaufbau

Skizze des Messaufbaus

Nur selten werden grundsätzliche Untersuchungen zur Schallausbreitung im Freien, also Messungen ohne einen durch eine zielgerichtete Lärmbeurteilung gegebenen Anlass durchgeführt. Die folgenden Ergebnisse stammen aus einer Messung der CCIFL im Rahmen einer Studie über die Dämpfung durch Waldflächen und diente als Vergleichsmessung 'ohne Wald'.  Der in der Abbildung skizzierte Messaufbau zeigt die Orte von zwei Gaskanonen K7 und K8, die über eine Woche im Mittel alle 15 Minuten abwechelnd einen leistungsstarken Knall abgegeben haben. In den beiden Mikrofonen MP6 und MP9 wurden die Pegel gemessn. Die Schalllaufstrecke zwischen K7 und MP9 bzw. K8 und MP6 beträgt ca. 800 m. Der Pfad war in nord-süd orientiert.

Randbedingung bei der Messung

Quelle:  Gaskanone, Quellhöhe  ca. 2 m, Messhöhe:   ca. 4 m, Messabstand:   ca. 800 m,Schalleinfall:  streifend, Gelände:  eben, Vegetation:  Gras/Heide, Bodenzustand:  trocken,Jahreszeit:  Spätsommer

Neben den akustischen Messungen wurde einem repräsenativen Ort Windrichtung und Windstärke aufgezeichnet. Auf die Präsentation der Messungen mit SODAR/RASS Systemen wird hier verzichtet.

Exemplarisches Ergebnis

Pegelwerte über einen Tag

In der obigen Abbildungen werden für einen Tag die gemessenen Pegel für die A-bewerteten Expositionsopegel der Einzelknalle der Gaskanonen und die Windbedingungen dargestellt. Die Farbe der eingetragenen Pegel kennzeichnen die Richtung der Schallausbreitung, die sich abwechselnd von Nord nach Süd und umgekehrt ergibt. Der Pegelbereich reicht von knapp über 30 dB bis zu 75 dB. Eine Abhängigkeit von der Windstärke oder der Windrichtung ist nicht zu ermitteln. Am Ende des hier dargestellten zeitraums von einem Tag werden die höchste Pegel bei einer Gegenwindausbreitung erreicht.

DIN ISO 9613

Nur zum Vergleich wurd die Prognose mit der DIN ISO 9613 eingetragen. Diese Norm dient zur Vorausberechnung es Langzeit-Mittelpegels für viele Geräusche, die nicht Verkehrsgeräusche sind. Man erkenn, dass sie eigentlich zu keinem Zeitpunkt - also im Einzelfalls - verlässliche Voraussagen macht. Dennoch ist ihre Prognose des Mittelwertes auch hier nicht fällig falsch, weil die hohen Pegel über 70 dB ganz wesentlich zum Mittelwert beitragen.

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